Stations-Module

Auf unseren Stationen haben wir mit Vertretern von regionalen und bundesweiten Bildungs- und Beteiligungsinitiativen aus dem digitalen Themenraum kooperiert, um den Schüler*innen Aktionspotentiale und Orte in ihrer Umgebung aufzuzeigen, an denen sie mehr über digitale Mündigkeit, digitales Ehrenamt sowie den kritischen Umgang mit Medien erlernen und erfahren können. Die dabei vermittelten Fähigkeiten sind essentielle Voraussetzungen für eine Arbeitswelt der Zukunft, in der die Zivilgesellschaft aktive Teilhabe an der Gesellschaft praktiziert anstatt konsumierender Arbeitnehmer zu bleiben.

Die Formate wurden auf Basis der regionalen Spezifika ausgewählt, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten und lokale Akteure zu unterstützen. 

Mein digitales Haustier - Max Voigt (Fablab Cottbus)

Das Fablab Cottbus ist eine  demokratische Werkstatt, die als gemeinnütziger Verein organisiert ist. „fab lab“ steht für fabrication laboratory (zu deutsch „Fabrikationslabor“). Das digitale Haustier ist ein Workshop, bei dem die Teilnehmer*innen mithilfe eines Arduino Mikro-Controllers ein digitales Haustier konstruieren. Durch Steuerung der Augen (LEDs) fängt die Katze an zu ‘blinzeln’ und mithilfe eines Lichtsensors und eines Lautsprechers reagiert sie dann auf Berührung indem sie schnurrt. Der Workshop basiert auf diesem offenen Bildungsmaterial (OER) und wurde für den Turing-Bus angepasst.

Hardware: Arduino Kit, Computer
Skills: Elektrotechnik, Code schreiben, Schaltplan, Sensortechnik, Basteln

„Demokratie in Aktion: Das digitale Flugblatt“ - Andrea Knaut (Gesellschaft für Informatik, Turing-Bus)

Im Workshop "Demokratie in Aktion: Das digitale Flugblatt" lernen die Schülerinnen und Schüler Grundlagen der Netzwerktechnik und der Webseitengestaltung. Der Workshop ist inspiriert von dem c't-Artikel "In die Freiheit entlassen" von Daniel Cooper. Mithilfe eines batteriebetriebenen Raspberry Pi Zero W richten die Teilnehmer dieses Workshops einen anonymen WLAN-Hotspot mit Webserver ein, welcher dann zur Verbreitung von vorher konzipierten Botschaften verwendet werden kann. 

Hardware: Raspberry Pi Zero, Computer 
Skills: Netzwerktechnik, Webdesign, Kreativität

„Eine Mess-Station selbst bauen: senseBox:edu“ (Mario Pesch und Umut Tas; senseBox, Uni Münster)

Die SenseBox und die dazugehörigen Workshops wurden von Geoinformatiker*innen der Universität Münster entwickelt, um Schülerinnen und Schülern erste Programmierkenntnisse zu vermitteln und deren Umweltbewusstsein zu schulen. Es handelt sich um einen Informatik-Baukasten, der mit einem Arduino-Mikrocontroller und mehreren Sensoren ausgestattet ist. Damit bauten sich die Schülerinnen und Schüler im Workshop eigene digitale Mess-Stationen. 

Hardware: sense:Box, Computer 
Skills: Datenerhebung, Elektrotechnik, Schaltplan, Sensortechnik

„Informatik enlightened - ein Einstieg in die Arduino-Programmierung“ (Sven Kallet, Mobiles Schülerlabor “Science on Tour”, BTU Cottbus)

Das mobile Schülerlabor 'Science on Tour’ der BTU Cottbus bietet für Schüler*innen der Sekundarstufe II die Möglichkeit des selbständigen Arbeitens auf Laborniveau vor Ort in den Fachräumen der eigenen Schule. In einem vier- bis fünfstündigen Schülerkurs* können sich die Kursteilnehmer in Kleingruppen – jeweils ausgestattet mit Laptops, einem Arduino-Microcontroller, LEDs, Sensoren und weiteren elektronischen Bauteilen – spannenden Projektaufgaben rund um das Thema Licht widmen und eigenständig programmieren.

Hardware: InfoSphere Kit, Computer
Skills: Sensortechnik, Elektrotechnik, Schaltplan, Licht

„Gewissensbits“ - Stefan Ullrich (Weizenbaum Institut für die vernetzte Gesellschaft)

Wie werden Automatisierung, Digitalisierung und Vernetzung Berufsfelder verändern? Welche Berufe werden vielleicht sogar ganz verschwinden? Und wer übernimmt eigentlich die Verantwortung, wenn ein autonomer Roboter einen Fehler macht? Um diese und viele andere Fragen dreht sich der eineinhalbstündige Workshop mit dem Titel „Gewissensbits“. Gewissensbits ist eine Sammlung von Fallstudien, die diese und ähnliche Fragen thematisieren.

Hardware: Keine
Skills: Zusammenhänge in Informatik und Ethik erschließen 

micro:bit - Dr. Volkmar Hinz, Dr. Henry Herper (GI)

Der micro:bit ist mit der Scratch ähnelnden grafischen Programmiersprache Blocks im Block Editor von Microsoft sowie mit Javascript und MicroPython programmierbar und hat auf dem Board direkt diverse Aktoren und Sensoren wie bspw. LED-Matrix, Taster, Beschleunigungssensor oder Magnetometer integriert. Der Einstieg in die Programmierung ist damit bereits in der Grundschule sehr gut möglich. Doch auch fortgeschrittene und ältere Programmiererinnen und Programmierer können das Gerät umfänglich für Bastelprojekte etwa im Internet-of-Things-Bereich benutzen, denn auch dieses Gerät besitzt WiFi und Bluetooth.

Hardware: micro:bit, Computer 
Skills: Netzwerktechnik, Webdesign, Kreativität

„Invasion der Cybertrolle“ - Matthias Löwe (Demokratielabore)

Als zusätzlichen Programmpunkt am Nachmittag kam auch der von den Demokratielaboren konzipierte Workshop „Invasion der Cybertrolle“ in einem Jugendzentrum zum Einsatz. Dabei können die Teilnehmer*innen lernen, welche Taktiken im Umgang mit Trollen im Netz am besten funktionieren, wie z.B. Nettsein, Ignorieren und Hilfe holen. Diese Ergebnisse werden in der Gruppe diskutiert und mit konkreten Ereignissen analysiert. 

Hardware: Tablets, App, Spielmaterial, Stift & Papier  
Skills: Stärkung der Argumentationsfähigkeit und Wehrhaftigkeit bei Provokationen,
Anerkennung anderer Meinungen, Teamarbeit, Strategieentwicklung

„Der Chaos Computer Club, die OK-Labs von Code for Germany und mehr“ - Robert Wartenberg & Benjamin Partzsch (C3D2) 

Robert Wartenberg stellte neben der Arbeit und Struktur des Chaos Computer Club einige Orte und Veranstaltungen im Raum Leipzig / Dresden vor und gab zusätzlich einen Arduino-Workshop mit Benjamin Partzsch. Seine Präsentation gibt es hier zum nachlesen. 

Hardware: InfoSphere Kit, Computer
Skills: Sensortechnik, Elektrotechnik, Schaltplan, Licht

Dokumentation ‘Lösch Dich!’ zum Thema Hatespeech im Netz - Rayk Anders

Die Doku ‘Lösch Dich’ verfolgt Hatespeech in der rechten Szene und deckt dabei erschreckende Taktiken und Strukturen auf. Mechanismen dieser rechten Kommunikationskampagnen im Netz bieten Anhaltspunkte für eine spannende Diskussionen mit den Schülerinnen und Schülern. Screenings wie dieses eignen sich, um an komplexe Themen heranzuführen und ins Gespräch zu kommen. 

Hardware: Beamer
Skills: Hatespeech erkennen und entlarven 

Podiumsdiskussion: „Arbeitswelten der Zukunft“

Auf den abschließenden Podiumsdiskussionen wurden die Themen des Wissenschaftsjahres und der Arbeitswelten der Zukunft in Podiumsdiskussionen aufgegriffen und mit den Teilnehmer*innen gemeinsam mit Experten und Vertretern von Politik und Wirtschaft vertieft. Prominente Gäste waren hierbei Constanze Kurz (Chaos Computer ClubNetzpolitik.org) und Matthias Graf von Kielmansegg (Abteilungsleiter Abteilung 1, BMBF). 

Das Robotergericht - Juliane Krüger (OKF DE), Rainer Rehak (FIFF)

Von vorgelesenen Ausschnitten aus Weizenbaums Klassiker »Macht der Computer und Ohnmacht« aus dem Jahre 1978 inspiriert, erstellten die Schülerinnen und Schüler eine Mindmap zur Automatisierung. Die Asimov’schen Robotergesetze von 1942 nutzten sie für einen gespielten Gerichtsprozess, der den fiktiven Fall eines Arbeiters behandelt, der seinen Job an eine Roboter verloren hat. Roboter und Arbeiter müssen hierbei nun vor Gericht argumentieren, ob das rechtmäßig ist oder nicht und wie der Fall zu einem gerechten Ausgleich geführt werden könnte.
Hardware: micro:bit, Computer 
Skills: Netzwerktechnik, Webdesign, Kreativität


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