Annahmen


* Orte des kollaborativen Lernens sind die nachhaltigste Form außerschulischer Bildungsangebote.

* Sie ermöglichen selbstbestimmtes Lernen durch offene Strukturen.

* Sie können sinnvolle Ergänzungen zum Unterricht darstellen.

* Sie leiden unter mangelnden Förderungen und Vernetzung.

Beispiele

* Verstehbahnhof Fürstenberg

* Technikschule Lübbenau

* Fablab Cottbus

* Beispiel 3,4,5


Projektidee

Orte des kollaborativen Lernens sind unterschiedlich groß und unterschiedlich gut ausgestattet. In den meisten Fällen sind jedoch Computer, Lötkolben, 3D-Drucker, Mikrocontroller (Arduino) und in manchen Fällen auch Laser/CNC-Fräsen vorhanden. Insbesondere Mikrocontroller sind mit geringen Anschaffungskosten verbunden und die dazu benötigten PCs/Laptops brauchen keine besonders gute Ausstattung, um diese zu bedienen.

Orte des kollaborativen Lernens sind unterschiedlich finanziert. In den meisten Fällen wären sie ohne ehrenamtliches Engagement nicht tragbar und aufgrund anderer Einkommensverpflichtungen können die Betreiber*innen nur begrenzte zeitliche Ressourcen investieren. Insbesondere als Angebot für Einsteiger und weniger privilegierte müssen sie aber kostenfrei für die Nutzer*innen bleiben. Eine Umfrage hat ergeben, dass X Prozent der Betreiber mit einer Basisförderung i.H.v. X % einer Stelle bereit wären, X Stunden pro Woche zu Verfügung zu stehen.

Am Beispiel der Künstlichen Intelligenz lässt sich eine grobe Einschätzung für Workshopparameter ableiten. Generell gilt: umso komplexer die verwendete Hardware, umso stärker sollte der Betreuungsschlüssel sein (ca. ein Betreuer auf max. 10 TN, besser 8, in Zweiergruppen). Bei der Workshopdauer kann man von 1,5 Zeitstunden für Einstiegsformate und 3 Zeitstunden für vertiefende Formate ausgehen. Mit kurzer Einführung, Gruppeneinteilung und Pausen ergibt sich so eine Ablaufdauer von 3,5-4 Zeitstunden (Bspw. von 9-13:00 Uhr).

Dies bedeutet, 8-10 SuS (16-20 bei zwei WSL) könnten pro Tag teilnehmen. Bei einem Stundenanteil von 10h / Woche sind also bei 2 Personen pro Woche 2 Workshops möglich (16-40). Bei einer Förderung über 6 Monate (ca. 24 Wochen) könnten also 24 x 16 = 384, 24 * 40 = 960 TN teilnehmen. Bei 5 geförderten Spaces könnten also ca. 2000 - 5000 TN pro halbes Jahr teilnehmen. Bis zu 10.000 im Jahr bei 5 Spaces, bei 10 dann 20K. Thematische Framings sind möglich und gegebenenfalls auch sehr sinnvoll, um eine klare Linie vorzugeben und auch dafür Sorge zu tragen, dass das Workshopangebot nicht in reinem MINT endet.

25% MINT

25% Informatik und Gesellschaft

25% Politische Bildung / Demokratieförderung

25% Kollaboratives Lernen


Projektablauf:

1. Aufbau Projektfundament (Webseite, Social Media, etc.)

2. Recherche kollaborativer Lernorte mit Vitalitätsparametern (Größe, Ausstattung, Kapazität, etc.)

3. Juryfindung

4. Veröffentlichung Ausschreibung

5. Sichtung Einreichungen (Bewerbungen, Ideenkonzepte für Nutzung diverser Maschinen)

6. Start Förderrunde


Durch das Teilen und Erweitern von bestehenden offenen Bildungsmaterialien entstehen Rahmenbedingungen und Anreize, auch an bisher unterversorgten Orten neue Lernspaces zu eröffnen.

  • 1. Orte des kollaborativen Lernens bewerben sich mit einem Modul (Tagesprogramm) zu einem festgelegten Thema, wie zum Beispiel Künstliche Intelligenz. Dabei müssen sie festlegen, wie viele SuS an diesem Modul teilnehmen können, welcher Altersstand und welche Kompetenzen benötigt sind und welche Ressourcen (Workshopleiter, technische Ausstattung) dazu benötigt werden.
  • 2. Eine Jury aus Experten im Bereich digitaler / zeitgemäßer Bildung sowie offener Werkstätten wählt eine festgelegte Zahl (5-25) dieser Orte aus.
  • 3. Die Orte bekommen eine festgelegte Summe (25.000-50.000 €), um das Modul über 6 Monate hinweg regelmäßig anzubieten.
  • 4. Die Orte müssen als Teil der Vereinbarung das Modul verschriftlichen, damit dieses von anderen genutzt werden kann.

Das Projekt würde in dieser Form mit 10 Orten ca. 750.000 € kosten. Erfahrungsgemäß können an einem Workshoptag mit 2-3 Workshopleitern 20-30 Teilnehmende gut versorgt werden. Somit könnten pro Woche ca. 80-150 TN die Module besuchen.