Kommunikationsguerilla in Rangsdorf

1. Juni 2018 | Oberschule  Rangsdorf (Brandenburg) | 11 Schülerinnen (15-16 Jahre)

Programm

Auf dieser Station haben wir folgende Module angeboten:

„Demokratie in Aktion: Das digitale Flugblatt“ - Andrea Knaut, Kathinka Richter (Gesellschaft für Informatik, Turing-Bus)

Themenschwerpunkt: Kommunikationsguerilla - Frithjof Nagel (Gesellschaft für Informatik, Turing-Bus)

Verfasst von: Frithjof Nagel

Bericht

Wie verknüpfe ich On- und Offline-Kommunikationsmaßnahmen auf kreative Weise und mache auf meine Belange aufmerksam? Und wie gestalte ich meine Botschaften ansprechend und überzeugend? Mit diesen Fragen gingen wir am 1. Juni 2018 an die Oberschule Rangsdorf. In einer kleinen Gruppe mit elf Schülerinnen und Schülern der 9. Klasse probierten wir ein neues Format mit drei aufeinander aufbauenden Modulen. Ausgangspunkt und Grund unseres Besuchs in Rangsdorf war eine Einladung zum Aktionstag „Faire Schule“ – ein Schulentwicklungsprogramm, das Jugendliche dazu motivieren möchte, sich in unterschiedlichen Themenbereichen für andere einzusetzen. Dazu gehören demokratische Schulkultur, ökologische Verantwortung und Globales Lernen.

Um die Themenkomplexe des Aktionstages mit unseren Workshop-Inhalten zu verbinden, hatten wir uns ein neues Konzept ausgedacht. Die Idee war, den Jugendlichen vor Ort das theoretische und praktische Rüstzeug an die Hand zu geben, um innerhalb ihrer Schule eigene Kommunikationsmaßnahmen zu denjenigen Themenbereichen zu erstellen, für die sie sich im Rahmen des Aktionstages einsetzen wollen. 

Zunächst gab es einen Impulsvortrag zum Thema Kommunikationsguerilla. Ziel war es, grundlegende Begriffe wie Botschaft, Inhalt, Medium, Zielgruppe zu klären und voneinander abzugrenzen. Darauf aufbauend zeigten wir inspirierende Beispiele gelungener Guerilla-Aktionen aus den Bereichen Unternehmensmarketing und politischer Kunst. Am Ende des ersten Moduls sollten die Jugendlichen sich Gedanken über ihre eigenen Botschaften machen und wie sie mit kreativen Offline-Maßnahmen andere Menschen ihrer Zielgruppe dazu bringen können, die von ihnen gestalteten Inhalte auf ihrem Smartphone abzurufen.

 Im zweiten Modul wurde dann gebastelt und ein digitales Flugblatt als Microsite erstellt. Nach mehr als zwei Stunden Denksport und der bis dato größten Hitzewelle des noch jungen Sommers keine leichte Aufgabe. Da war es verständlich, dass die Konzentration sichtlich nachließ und dem ein oder anderen partout nicht einfallen wollte, was er nun auf seiner Microsite schreiben soll.


Im dritten Modul wurde dann praktisch umgesetzt, was vorher nur theoretisch gestriffen wurde. Bewaffnet mit Sprühkreide, Post-its und Klebeband ging es auf den Schulhof. Gerade die Sprühkreide hatte es den Teilnehmenden angetan und wäre ohne die mahnenden Worte der unterstützenden Lehrkraft wohl noch deutlich exzessiver genutzt worden. Hätten wir gewusst, wie schwer sich die laut Hersteller „leicht zu entfernende“ und „wasserlösliche“ Kreide wirklich wieder entfernen lässt, hätten wir von ihrem Gebrauch wahrscheinlich doch abgesehen.

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